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Meine Geschichte Januar 2005 |
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Also meine Lebensgeschichte: Bei mir hat Trich mit etwa 13 Jahren angefangen. (da bekam ich ein drittes Geschwisterchen). Am Anfang war es nicht so stark, mich faszinierten schon damals wie auch heute nur die gespaltenen Haarspitzen. Wenn ich so ein gespaltenes Haar zwischen meinen Fingern halte, bin ich immer ganz angespannt, ja mir rinnt geradezu das Wasser im Mund zusammen. In meinen verschiedenen Lebensphasen war das Zupfen mal schwächer mal stärker. Mit 15 Jahren durfte ich mir meine erste Dauerwelle machen lassen, kam voller Freude nach Hause und erfuhr von meiner Mutter eine total negative, erniedrigende und niederschmetternde Reaktion, obwohl sie es mir erlaubt hat! Nachdem ein paar Wochen vergangen waren, stellte ich fest, wenn ich an einer bestimmten Stelle im Hinterkopf zupfte, die Haare an dieser Stelle ganz leicht abbrachen (vermutlich vom starken Dauerwellenpräparat knickten). Daran fand ich Gefallen und zupfte, wenn ich mich unbemerkt meinte, immer an dieser Stelle. Ganz auffallend arg war das Reissen vor den Prüfungen in der Schule und auf der Uni. Meine Lernpausen nutzte ich zum Haare ausreißen. Die Folge war nicht nur eine oder mehrere kahle Stellen am Hinterkopf (immer dieselbe Stelle wie damals bei der Dauerwelle) sondern auch das ich nicht voran kam mit dem Lernen. Vor dem Frisör hatte ich jedes Mal Bammel, war immer froh, wenn ich den jeweiligen Salon verließ. Die sprachen mich natürlich immer auf meine Kahlstellen an, worauf ich nie um eine gute Ausrede verlegen war und eine gute Story erdichtete, ob sie es glaubten oder nicht, war mir egal. Im Jahr
2002: Im Jahr 2002 wurde ich auch schwanger, gebar im Juni 2003 mein erstes Kind, einen gesunden Jungen. Trich war zwar immer gegenwärtig aber nicht arg. Aber nun
im Jahr 2004 hat mich der Zwang wieder stärker eingeholt. Ich setzte
wieder die Pille ab, mit dem Wunsch erneut schwanger zu werden. Aber scheinbar
setze ich mich damit so unter Druck und habe Angst, dass ich mir ständig
wieder die Haare samt Wurzel ausreiße, am besten mit gespaltenen Spitzen.
Auf meinem Hinterkopf habe ich nun eine kahle Stelle mit ca. 3 cm Durchmesser.
Die Stelle lässt sich zwar wunderbar durch die Frisur verdecken, ich habe
großes Schamgefühl, wenn die Frisur zusammenfällt oder ein Windstoß kommt,
das es vielleicht jemand entdeckt. Ich weiß wann ich mir die Haare ausreiße, fast immer vor dem Fernseher, beim Telefonieren und wenn ich einfach so da sitze und in die Luft schaue. Ich muß immer was zwischen den Fingern haben. Mit meinem Mann habe ich mich noch nicht darüber zu reden getraut, er hat zwar vor einigen Monaten meine Kahlstelle mal erblickte, ich schob es auf meinen schlechten Allgemeinzustand im Herbst vergangen Jahres. Momentan stehe ich unter ziemlichen seelischen Druck und Angst, so reisse ich oft . Zusätzlich nehme ich jetzt noch Vitamin H Tabletten. Danke für Eure Aufmerksamkeit. |