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Was ist Trichotillomanie (TTM, Trich, Tricho)?
Wie kann ich erkennen ob ich TTM habe?
Was sind die Ursachen?
Wo kann ich mich hinwenden, wo bekomme ich Beratung und Hilfe?
Welche ist die erfolgreichste Therapiemethode?
Gibt es wirksame Medikamente?
Gibt es Heilung?
Tut das Reißen nicht weh?
Ist es gefährlich, wenn ich die ausgerissenen Haare esse (Trichophagie)?
Wie lange dauert es, bis die Haare wieder nachwachsen?
Muss ich mir Sorgen machen, dass ich nicht normal bin?
Ich brauche eine Perücke. Auf was muss ich achten, und übernimmt das die Krankenkasse?

 

Was ist Trichotillomanie (TTM, Trich, Tricho)?

Trichotillomanie ist eine medizinisch anerkannte Krankheit, bei der sich die Betroffenen die Haare ausreissen und dies nur sehr schwer wieder stoppen können, was zu deutlichem Haarverlust führt. Manche drehen auch die Haare heraus. Dazu gezählt wird auch der Zwang, sich die Haare Stück für Stück abzuschneiden.

Trichotillomanie, auch bezeichnet als "zwanghaftes Haareausreißen", ist eine in ihrer Auftretenshäufigkeit bisher deutlich unterschätzte Störung. Sowohl Betroffene, die meist glauben, sie seien die oder der einzige mit solch einem Verhalten, als auch viele Ärzte und Psychotherapeuten, die mit dem Wunsch einer Behandlung konsultiert werden, stehen dem Problem mehr oder weniger hilflos gegenüber. Dabei ist Trichotillomanie keineswegs ein erst mit der modernen Wissenschaft entdecktes Phänomen. Bereits in der griechischen Antike wurde das Ausreißen von Haaren als gesellschaftlich sanktioniertes Ritual, jedoch auch im Zusammenhang mit psychischem Leiden beschrieben. Den Begriff "Trichotillomanie" führte der französische Arzt Hallopeau im Jahre 1889 ein; dabei stehen die griechischen Worte "tricho" für das Haar, "tillo" für die Bewegung des Herausziehens sowie "manie" im hier gebrauchten Sinne für eine übersteigerte Vorliebe für bestimmte Objekte, Situationen oder Handlungen. Aus: TRICHOTILLOMANIE , ANNETT NEUDECKER, IVER HAND

TTM ist eine Störung der Impulskontrolle, die aber aufgrund verschiedener Ähnlichkeiten auch dem Spektrum der Zwangsstörungen zugeordnet wurde.

Es besteht kein Zusammenhang mit einer dermatologischen Erkrankung, die Handlung ist keine Reaktion auf Wahn oder Halluzinationen.

Wie kann ich erkennen ob ich TTM habe?

Letztendlich kann dies nur ein Facharzt feststellen. Wenn Du also eine Diagnose für Dein Verhalten suchst dann bitte konsultiere einen Arzt oder Psychologen. Es gibt aber Anhaltspunkte, Symptome, an denen man sich orientieren kann :

  • Ein zunehmendes Spannungsgefühl unmittelbar vor dem Haareausreißen oder beim Versuch, der Handlung zu widerstehen.
  • Während des Haarausreißens: Anspannung, depressive Langeweile, Leere, das Gefühl in einem Vakuum zu sein, manchmal werden aus Minuten Stunden beim Reissen
  • Wenn Du merkst dass Du es nicht mehr schaffst, mit dem Haarzupfen aufzuhören und .....
  • Dich Deine dünnen bis kahlen Stellen nicht davon abhalten können mit dem Reissen aufzuhören und Du darunter sehr leidest. Allerdings kann es auch sein, dass man sich dies nicht eingestehen will, z.B. mit der Begründung man hätte sich mit seinem Äußeren arrangiert.........
  • Wenn Du nach dem "richtigen Haar" suchst. Das sind dickere, sich unregelmäßig anfühlende, gekräuselte Haare.
  • Gefühl von Entspannung nach dem ein Haar ausgerissen wurde.
  • "Zufriedenheit" nachdem das "richtige" Haar ausgerissen wurde (z.B. mit Wurzel)
  • das Zupfen bei Tätigkeiten wie Fernsehen, Lesen, Autofahren etc.,
  • Du Dich hinterher oral mit dem Haar, besonders mit der Haarwurzel Beschäftigst, z.B. das Streichen mit der Wurzel über die Lippen oder das Essen der Wurzel und/oder dem Haar, auf dem Haar herumkauen, die Wurzel abbeißen, das Haar zerteilen, etc.
  • Du das Reissen als äußerst genussvoll oder entspannend empfindest.
  • Und Du in der Regel beim Zupfen den Schmerz nicht suchst.
  • Manche beschreiben auch ein Jucken an einer bestimmten Stelle, an der sie dann unbedingt Haare zupfen müssen, um endlich Erleichterung zu bekommen.
  • Bei der Trichotillomanie können sämtliche behaarte Körperregionen betroffen sein: Bevorzugt sind Kopfhaare, weil leicht zugänglich und viel vorhanden, dann Wimpern, Brauen und Schamhaare.

    Das heisst aber nicht, dass alle Punkte hier auf Dich zutreffen oder vorhanden sein müssen.
Was sind die Ursachen?

TTM beginnt meistens in der Pupertät, zwischen dem 11. und 12. Lebensjahr. Es ist ein Lebensabschnitt indem sich der Körper stark verändert und die Zeit intensiver Beschäftigung mit dem eigenen Körper beginnt. Jugendliche fragen sich ob sie schön sind und Ausstrahlung haben. Sie sind meist noch unsicher und wissen nicht was sie selbst über sich denken sollen, und können schwer einschätzen was andere über sie denken und empfinden. Ihr Selbstbewusstsen ist in der Pubertät nicht selten einer Bewährungsprobe ausgesetzt, da die ausgeprägten körperlichen Veränderungen, die sie an sich erfahren, ziemlich verunsichernd sind, und durch hormonelle Veränderungen die Stimmung ohne erkenntlichen Grund mal oben oder ganz unten ist.
Wenn die Familie in dieser Zeit die Heranwachsenden nicht unterstützt, wenn sie die Jugendlichen durch Uneindeutigkeiten, doppelte Botschaften, überstarke Wiederstände und Gewalt dauerhaft daran hindert, sich ihre Vorstellungen zu verwirklichen und in lebensnotwendigen Rückzügen sich wieder zu regenerieren, gehen Vertrauen, Geborgenheit und Zuversicht für die Zukunft und, das Selbstvertrauen für das eigene Leben verloren.

Viele Betroffene haben TTM, weil sie in der Vergangenheit, in der frühesten Kindheit, mit schwierigen Verhältnissen konfrontiert wurden oder traumatischen Situationen ausgesetzt waren, z.B.:

  • traumatische Erlebnisse, wie der Verlusst eines Geliebten Menschen (eines Elternteils, Oma/Opa, der Lieblingsonkel, die Freundin) oder auch der eines Haustieres (dadurch Verlustängste augelöst),
  • Missbrauch,
  • die Trennung der Eltern oder von den Eltern, auch die kurzzeitige,
  • ein ständig chaotisches Elternhaus, indem es Liebe nur Zweckgebunden gab (z.B. durch Gehorsam) , und wo man nur nach Leistung bewertet wurde, wo Willkür und irratonales Handeln der Eltern an der Tagesordnung sind,
  • durch Überforderung, indem das Kind die Mutter-Rolle übernehmen muss und Berater und Freund wird, kurz gesagt, weil man als Kind zuviel Verantwortung, für sich oder auch für andere, übernehmen musste, nicht Kindsein konnte.
  • Inkonsiquente Erziehung: es herrschen launische und willkürliche Regeln, man weiss nicht ob man im nächsten Moment etwas falsch machen wird, Sanktionen zu erwarten hat, oder Belohnt wird für sein Handeln. Der Umgang ist uneindeutig, eigennützig und die Botschaften doppeldeutig.
  • Keine Wärme und Liebe.

Da das erste Auftreten von TTM in diese Zeit fällt, in der nicht's klar war, sich abgrenzen nicht erlaubt war und auch nie gelernt wurde, Wut verboten, das eigene Kind nicht akzeptiert und unmündig erzogen, es keinen Rückhalt und ein sich vertrauensvoll an die Eltern oder Erziehungsberechtigten wenden gab, könnte all dies zusammen wohl die Grundlage sein, an Trich zu erkranken. Trich ist eine Flucht in die eigene Welt, ist sich selbst wieder fühlen, ist Spannungen ableiten und sich zur Aussenwelt abgrenzen, ist etwas was nur einem selbst gehört und wo man sich erholen kann. Abgesehen von dem angerichteten Schaden......
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Wo kann ich mich hinwenden, wo bekomme ich Beratung und Hilfe?

Ich persönlich kann keine Beratung anbieten, da ich keine psychologische Ausbildung und das nötige Knowhow dafür habe. Dazu bin ich selbst viel zu sehr mit/in Trich verwickelt. Ich gebe gerne mal einen Rat aus eigener Erfahrung, aber was darüber hinaus geht, kann ich nicht verantworten.

Aber das ist ja auch nicht nötig, denn für kompetente und von Herzen kommende Beratung haben wir Antonia Peters von der Infostelle Trichotillomanie in Hamburg -> Link Sie weiß bescheid um Therapien, Kliniken, Ärzte, Selbsthilfegruppen und generell alles was Trichotillomanie betrifft. Sie ist selbst Betroffene und hat eine Vehaltenstherapie hinter sich, Ihr Reissverhalten ist dadurch um 80% gesunken.

Adressen zu Kliniken und Therapeuten gibt es unter dem Button "Adressen". Die "Infostelle-TTM in Hamburg" führt eine noch ausführlichere Liste, in der Anlaufstellen in Deiner nächsten Umgebung aufgeführt sind.

Welche ist die erfolgreichste Therapiemethode?
Momentan ist die Verhaltenstherapie (VT) die erfolgversprechendere Methode um sich das Haareausreissen "abzugewöhnen". Während man in der Psychoanalyse die Ursachen für das Entstehen von TTM finden will, wird der Betroffene in der VT praktisch angeleitet, z.B. eine Ersatzhandlung für sein Tun zu erlernen. Die Ansätze sind also unterschiedlich. Ich glaube dass eine Psychoanalyse, im Anschluss an die VT, eine ideale Ergänzung ist. Eine Verhaltenstherapie ist meist auf 2 Jahre beschränkt, während eine Psychoanalytische Therapie erheblich länger dauern kann.
Gibt es wirksame Medikamente?

Manchmal ist es sinnvoll eine Psychotherapie oder VT medikamentös zu begleiten. Unterstützend bei der medikamentösen Behandlung von TTM können selektive "Serotonin-Wiederaufnahmehemmer" (SSRI) - eine bestimmte Gruppe der Antidepressiva - sein. Serotonin ist ein körpereigener Botenstoff, der die Verbindung der einzelnen Nervenzellen im Gehirn sicher stellt. Die Wiederaufnahmehemmer helfen dabei die, bei TTM und Zwangserkrankten gestörte Impulsweitergabe wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Durch die Einnahme der Antidepressiva verringert sich bei den meisten Betroffenen die innere Anspannung und die Symptome lassen nach. Leider lässt sich nicht immer ein Erfolg durch die medikamentöse Behandlung erzielen. Daher wäre es nicht richtig TTM rein als einen Mangel an Serotonin zu betrachten.

Irreführende Nebenwirkung von Antidepressiva: Die Wirkung tritt leider erst nach 10 bis 20 Tagen oder nach noch längerer Zeit ein. Das Tückische an den Nebenwirkungen ist, dass sie zum Teil den Symptomen der Depression sehr ähnlich sind. Es gibt auch das Phänomen, dass sich wenige Tage nach Beginn der Einnahme die Symptome verstärken, bevor dann die positive Wirkung durchbricht. Man erklärt sich dies mit einem kurzfristigen Mangel an bestimmten Neurotransmittern. Eine solche Erfahrung führt natürlich zu zusätzlicher Unsicherheit. Für den Krankheitsverlauf ist oft das Vertrauen des Patienten von Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass depressive Patienten, wenn sie Zweifel an der Richtigkeit der medikamentösen Behandlung haben, darüber mit ihrem Arzt sprechen. Antidepressiva machen nicht abhängig

Gibt es Heilung?
Durch ein paar Kliniken, welche sich inzwischen sehr gute Kenntnisse in TTM erarbeitet haben, und inzwischen gute Fortschritte und Erfolge durch die Verhaltenstherapie, verbuchen konnten, sind die Chancen auf Heilung sehr gestiegen. Leider muss man bei TTM noch sehr vorsichtig mit dem Wort Heilung umgehen denn, so wie es momentan aussieht, ist es wohl so, dass TTM (fast) ein Leben lang latent vorhanden bleibt. Das bedeutet, dass der Drang sich ein Haar zu zupfen sehr, sehr lange bestehen bleibt. Mit der Zeit wird er wohl schwächer. Das Problem eines Rückfalls könnte dann auftauchen, wenn man in eine Lebenskrise gerät oder über längere Zeit grösseren Anspannungen ausgesetzt ist, und verpasst hat, rechtzeitig sein Handwerkszeug, dass man gegen TTM gelernt hat, anzuwenden.
Ich kenne aber einen Menschen der durch eine Cognitive Therapieform, einer sog.Reinkarnationstherapie, völlig frei von TTM ist und auch bis jetzt keinen Drang zwischendurch verspürte. Ich habe durch eMails von zwei anderen Frauen berichtet bekommen, dass sie ebenfalls völlig frei von dem Drang sind sich die Haare zu ziehen. Leider haben sie mir nicht berichtet auf welchem Wege sie dies geschafft haben. Ich denke, je früher man versucht TTM therapeutisch zu behandeln, desto eher hat man Chancen ganz von TTM geheilt zu werden. Es ist ein Unterschied ob sich TTM durch jahrelanges, eingeschleiftes Verhalten in den Geist, in jede Zelle, eingebrannt hat (sich verselbstständigt hat und zu einem grossen Teil eine "Angewohnheit" geworden ist), oder ob man dies erst seit kurzem tut. Ich rate jedem Trichler etwas gegen Trich zu tun. Egal wie lange man bereits Trich hat.
Tut das Reißen nicht weh?
Meiner Ansicht nach "darf" das Reissen bei TTM nicht weh tun, denn dies ist nicht die Motivation bei TTM. Das Reissen soll "entspannen", beschäftigen, und den Druck und die innere Anspannung wegnehmen. Mich haben Schmerzen, die an einigen empfindlichen Arealen am Kopf auftreten können, immer davon abgehalten dort weiter zu reissen. Es ist natürlich möglich, dass es TTM-ler gibt die dem Schmerz dabei nicht aus dem Weg gehen. Gelegentlich beschreiben Betroffene dass, das "Knacken", beim Ausreißen, Herausziehen der Haare, als genussvoll und befriedigend.
Ist es gefährlich, wenn ich die ausgerissenen Haare esse (Trichophagie)?

Trichophagie ist das Essen von Haaren. Trichophagie tritt oft verbunden mit Trichotillomanie auf. Die Haare sind unverdaulich. Durch das Essen der Haare, das Nachschieben von Nahrung und durch die Peristaltik des Darmes, bildet sich im Laufe der Zeit ein Haarknäuel im Darm, welcher immer mehr verhärtet und den Darm immer mehr einnimmt. Es wird angenommen das die Haarsträhnen, die zu schlüpfrig sind, um weitertransportiert zu werden, von den Schleimhautfalten des Magens zurückgehalten und dann vernetzt werden. Diese Trichobezoare (im Volksmund "Magenstein")können gelegentlich vom Magen in den Dünndarm wandern und dort zu einem Darmverschluss und, (wenn nicht rechtzeitig erkannt) zum Tode führen.
Die Symptome entwickeln sich nur langsam und oftmals unbemerkt, was nicht selten deswegen zu einer völligen Auskleidung des Magens führen kann. Leider sind es oft unspezifische Bauch-Beschwerden wie Gewichtsverlust, Magersucht und im späteren Verlauf Erbrechen nach Nahrungsaufnahme und Bauchkrämpfe, wobei die Symptome mit Unterbrechung auftreten können.

Mein Tipp, so skurril das auch klinken mag: Wenn ihr Haare esst , dann beisst oder kaut sie bitte in kleine Stücke, damit sich bei Euch kein Knäuel bilden kann.

Wie lange dauert es, bis die Haare wieder nachwachsen?

Es gelten folgende Faustregeln
Wimpern - Volle Heilungschance, wachsen innerhalb von 6 Monaten, nach jahrelangem Zupfen könnte es auch 2-4 Jahre dauern.
Augenbrauen - Ebenfalls völlige Heilung möglich. Wachsen evtl. langsamer als bei den Wimpern.
Kopf - Auch hier Heilung möglich, wachsen nach 2-6 Jahre! Das Haar wächst 0,03 cm am Tag (das entspricht ca. 1cm im Monat). Nach jahrelangem Zupfen wachsen die Kopfhaare evtl. gekräuselt oder flaumartig nach und werden weiss. Man muss ca. 6 Monate warten bis sich die Haare wieder normal entwickeln.
Mehr dazu hier ->Link .

Muss ich mir Sorgen machen, dass ich nicht normal bin?
Nein, Du musst Dir keine Sorgen machen. Trich ist zwar eine psychische Erkrankung, aber der Intellekt ist dadurch nicht beeinflusst. Die meisten Menschen mit Trich, so zeigen Studien, sind sogar überdurchschnittlich intelligent, haben gute Schulabschlüsse und sind überdurchschnittlich sozial veranlagt, siehe z.B.:
Esstörungen und Trichotillomanie, von Schenk Simone, Diskussion, 5.1 Stichprobe hier unter Publikatonen zu TTM/Diplomarbeiten: Zitat- "Auffällig ist neben einer hohen Leistungsorientierung eine hohe Schulausbildung und überdurchschnittliche Intelligenz
Ich brauche eine Perücke. Auf was muss ich achten, und übernimmt das die Krankenkasse?
Grosse Löcher, oder kaum Haare auf dem Kopf zu haben, ist für eine Frau eines der schlimmsten Dinge die ihr zustossen können. Haare sind Kopfschmuck und unterstreichen den Typ. Gott sei dank gibt es heute sehr gute und schöne Perücken für jeden Typ. Medizinische Perücken (z.B. nach einer Chemotherapie, bei krankheitsbedingtem Haarausfall, TTM, etc.) haben meist eine Monofilamentstruktur (Monofilament, lässt die Kopfhaut durchscheinen ), welche sie sehr natürlich wirken lässt. Es gibt inzwischen in jeder grösseren Stadt gut ausgestattete Haarstudios mit speziell ausgebildetem Personal.

Bei Haarverlust durch eine medizinisch anerkannte Krankheit, und durch das Vorlegen eines ärztlichen Attestes zahlen in den meisten Fällen die Krankenkassen die Perücke, oder sie bezuschussen zumindest. Es empfiehlt sich, sich im Vorfeld bei der Krankenkasse über das Vorgehen zu informieren. Entweder muss man selbst den Kostenvoranschlag des Haarstudios bei der Krankenkasse einreichen, oder der gesamte Vorgang wird vom Haarstudio direkt abgewickelt. Eine Perücke erspart dem Betroffenen Scham in der Öffentlichkeit und führt aus der Isolation. Sie erweckt meist ein völlig neues Lebensgefühl.
 
 

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