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Nach
einer kurzen Vorstellungsrunde teilten wir uns in drei kleine Gruppen
auf und diskutierten und arbeiteten zu verschiedenen Fragestellungen.
Hier unsere Ergebnisse:
Frage
- Was sage ich meinen Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen?
(wie - was - wann )
- Für
mich als Betroffener ist es wichtig, dass ich mich so umfassend
wie möglich über Trichotillomanie informiere und mir eingestehe,
dass ich selbst betroffen bin.
- Wann
und wem ich in meiner Familie oder Freundeskreis etwas über Tricho
erzähle, hängt auch vom gegenseitigen Vertrauen ab. Den Zeitpunkt
des "Outings" entscheide ich.
- Es
kann auch wichtig für mich sein, familiäre Zusammenhänge zu erkennen.
Ist oder war jemand schon mal von Zwängen, Depressionen u.ä. betroffen.
-
Familie und Freunde sollten möglichst zuerst informiert werden,
weil sie sehr eng mit mir zusammenleben und es sowieso irgendwann
mitbekommen.
-
Bei allem gilt: Ich bestimme selbst, mit wem und wann ich über
meine Erkrankung sprechen möchte.
Frage:
Was kann ich von einer Selbsthilfegruppe erwarten?
-
Eine Selbsthilfegruppe dient dem Erfahrungstausch zwischen Gleichbetroffenen.
-
Sie schafft gegenseitiges Vertrauen und gibt mir das Gefühl, dass
ich nicht mehr alleine mit meinem Problem bin. Hier hat man ein
offenes Ohr für mich. Ich darf mich in der Gruppe zeigen, wie
ich bin. Hier erfahre ich Adressen von Therapeuten oder Kliniken.
-
Welche Auswirkungen Tricho auf mein alltägliches Leben hat, kann
ich mit anderen diskutieren.
-
Die Selbsthilfegruppe kann ergänzend und unterstützend zu einer
Verhaltenstherapie sein. Sie ersetzt jedoch keine Verhaltenstherapie!
-
Die Selbsthilfegruppe kann gemeinsam an Strategien arbeiten, um
besser mit Tricho leben zu lernen.(z. B. mit lösungsorientierten
Arbeiten, 7 Schritte-Programm).
-
Die Gruppe selbst kann durch Selbsthilfetage und Informationsveranstaltungen
die breite Öffentlichkeit auf Trichotillomanie aufmerksam machen.
Frage:
Wie und was erzähle ich meinem Arzt?
Hausarzt:
-
Ich erkläre mein Problem
-
Stelle meine Handlung möglichst genau dar.
-
Bringe Infomaterial mit, weise auf die Homepage (www.trichotillomanie.de)
hin.
-
Weise auf körperliche Symptome hin.(Entzündungen u.ä.)
-
Welche Konsequenzen ergeben sich für mich daraus.
-
weitere Vorgehensweise des Arztes
-
was erwarte ich von einer Behandlung/Therapie
- Überweisung
an einen Fachmann- Verhaltenstherapeuten
Therapeuten:
-
Kennt der Therapeut diese Erkrankung
-
Offenheit ist wichtig.
-
Ich berichte alles, was mit der Erkrankung zusammenhängt
-
Wenn ja, wie sieht die Therapie aus
-
Wann kann ich beginnen
-
Wie oft finden die Sitzungen statt
-
Wie lange wird die Therapie dauern.
-
Was ist mir wichtig in der Therapie
- Wenn
nein, informiere ich ihn durch Infomaterial und weise auf
die Homepage hin
-
Weiteres vorgehen, ist der Therapeut trotzdem bereit mir zu helfen
und kann ich mich auch auf ihn einlassen.
-
Eventuell Wechsel zu einem anderen Therapeuten
Merke:
Es ist meine Therapie, und ich bin dafür verantwortlich was in meiner
Therapie angesprochen und bearbeitet werden soll.
Antonia
Peters
Info- und Beratungsstelle Trichotillomanie
Papenstr. 63 B
D-22089 Hamburg
eMail: TrichoHH@t-online.de
Telefon: +49/40/2006139
Näheres
im Internet,
auf der Homepage von Eva Söllner,
www.trichotillomanie.de,
unter der Rubrik:
Infostelle Trichotillomanie zu erfahren!
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