Bilder Meine Geschichte Therapien Links
Infostelle-TTM Betroffene erzählen Adressen Literatur
Aktuelles FAQ's
 
 

 

Workshop zum TTM-Selbsthilfetag
der SGZ in Zürich

 
 
Workshop zur Trichotillomanie
am 29.11.03
Selbsthilfetag der SGZ in Zürich
Teilnehmer: ca. 20 Betroffene und Angehörige und die Tricho-Selbsthilfegruppe Zürich.
Referentin: Antonia Peters, Betroffene und Leiterin der Infostelle Tricho- tillomanie in Hamburg

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde teilten wir uns in drei kleine Gruppen auf und diskutierten und arbeiteten zu verschiedenen Fragestellungen. Hier unsere Ergebnisse:

Frage - Was sage ich meinen Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen? (wie - was - wann )

  • Für mich als Betroffener ist es wichtig, dass ich mich so umfassend wie möglich über Trichotillomanie informiere und mir eingestehe, dass ich selbst betroffen bin.
  • Wann und wem ich in meiner Familie oder Freundeskreis etwas über Tricho erzähle, hängt auch vom gegenseitigen Vertrauen ab. Den Zeitpunkt des "Outings" entscheide ich.
  • Es kann auch wichtig für mich sein, familiäre Zusammenhänge zu erkennen. Ist oder war jemand schon mal von Zwängen, Depressionen u.ä. betroffen.
  • Familie und Freunde sollten möglichst zuerst informiert werden, weil sie sehr eng mit mir zusammenleben und es sowieso irgendwann mitbekommen.
  • Bei allem gilt: Ich bestimme selbst, mit wem und wann ich über meine Erkrankung sprechen möchte.

Frage: Was kann ich von einer Selbsthilfegruppe erwarten?

  • Eine Selbsthilfegruppe dient dem Erfahrungstausch zwischen Gleichbetroffenen.
  • Sie schafft gegenseitiges Vertrauen und gibt mir das Gefühl, dass ich nicht mehr alleine mit meinem Problem bin. Hier hat man ein offenes Ohr für mich. Ich darf mich in der Gruppe zeigen, wie ich bin. Hier erfahre ich Adressen von Therapeuten oder Kliniken.
  • Welche Auswirkungen Tricho auf mein alltägliches Leben hat, kann ich mit anderen diskutieren.
  • Die Selbsthilfegruppe kann ergänzend und unterstützend zu einer Verhaltenstherapie sein. Sie ersetzt jedoch keine Verhaltenstherapie!
  • Die Selbsthilfegruppe kann gemeinsam an Strategien arbeiten, um besser mit Tricho leben zu lernen.(z. B. mit lösungsorientierten Arbeiten, 7 Schritte-Programm).
  • Die Gruppe selbst kann durch Selbsthilfetage und Informationsveranstaltungen die breite Öffentlichkeit auf Trichotillomanie aufmerksam machen.

 

Frage: Wie und was erzähle ich meinem Arzt?

Hausarzt:

  • Ich erkläre mein Problem
  • Stelle meine Handlung möglichst genau dar.
  • Bringe Infomaterial mit, weise auf die Homepage (www.trichotillomanie.de) hin.
  • Weise auf körperliche Symptome hin.(Entzündungen u.ä.)
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für mich daraus.
  • weitere Vorgehensweise des Arztes
  • was erwarte ich von einer Behandlung/Therapie
  • Überweisung an einen Fachmann- Verhaltenstherapeuten

Therapeuten:

  • Kennt der Therapeut diese Erkrankung
  • Offenheit ist wichtig.
  • Ich berichte alles, was mit der Erkrankung zusammenhängt
  • Wenn ja, wie sieht die Therapie aus
  • Wann kann ich beginnen
  • Wie oft finden die Sitzungen statt
  • Wie lange wird die Therapie dauern.
  • Was ist mir wichtig in der Therapie
  • Wenn nein, informiere ich ihn durch Infomaterial und weise auf die Homepage hin
  • Weiteres vorgehen, ist der Therapeut trotzdem bereit mir zu helfen und kann ich mich auch auf ihn einlassen.
  • Eventuell Wechsel zu einem anderen Therapeuten

Merke: Es ist meine Therapie, und ich bin dafür verantwortlich was in meiner Therapie angesprochen und bearbeitet werden soll.

 

Antonia Peters
Info- und Beratungsstelle Trichotillomanie
Papenstr. 63 B
D-22089 Hamburg
eMail: TrichoHH@t-online.de
Telefon: +49/40/2006139

Näheres im Internet,
auf der Homepage von Eva Söllner,
www.trichotillomanie.de,
unter der Rubrik:
Infostelle Trichotillomanie zu erfahren!

 

 

Home