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Schüchternheit beim Kind, mögliche Auswirkungen auf die Persönlichkeit.
Studie von 1994 vom Max-Planck-Institut

 
 


Problem Schüchternheit

Kinderpsychologen : Auswirkung auf die Persönlichkeit

München (afp). Eltern sollten die Schüchternheit ihres Kindes nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München fand bei einer Studie unter mehr als 100 Münchner Schulkindern heraus, daß es nicht jedem „Mauerblümchen" einfach nur an Temperament mangelt. Bei einer kritischeren Form der Schüchternheit könne es sich bereits um eine „ernstzunehmende Beeinträchtigung der Pesönlichkeit" handeln, heißt es in einem Beitrag in der Mitgliederzeitschrift der Max-Planck-Gesellschaft „MPG Spiegel". Dies könne zu Einsamkeitsgefühlen und später zu psychischen Störungen führen.

Bei der Studie wurden die Sprösslinge vom Kindergartenalter an acht Jahre lang beobachtet. Dabei kristallisierten sich zwei Gruppen von schüchternen Kindern heraus: diejenigen, die aufgrund ihres Temperaments zunächst Schwierigkeiten hatten, mit fremden Kindern oder Erwachsenen Kontakt aufzunehmen, und diejenigen, die schon einmal abgelehnt worden waren und nun von vornherein ertwarteten, dass sie „nicht ankommen". Während Kinder der ersten Gruppe nach einiger Zeit auch „auftauten", fraßen die anderen ihre Ängste regelrecht in sich hinein. Mit der Zeit entwickelten sich bei ihnen erste Minderwertigkeitsgefühle.

Eltern notorischer „Mauerblümchen" raten die Psychologen, daß ihr Kind, notfalls bereits im Kindergarten die Gruppe wechselt, sobald es sich in sein Schneckenhaus zurückzieht.

Der Text stammt von '94 und trägt dem damaligen Geist Rechnung...

 

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