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  Die Auswirkungen von Trichotillomanie auf psychosoziale Funktionsfähigkeit und Lebensqualität  
 
G.J. Diefenbach, D.F. Tolin, S. Hannan, J. Crocetto und P. Worhunsky
Anxiety Disorders Center ("Zentrum für Angst- und Zwangsstörungen"), Institute of Living ("Institut des Lebens") / Hartford Hospital. Erhalten am 27.12. 2003; überarbeitet bis zum 22.04.04; akzeptiert am 21.06.04. Online verfügbar seit 25.08.04.

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie untersuchte die Auswirkungen von zwanghaftem Haareausreißen auf die psychosoziale Funktionsfähigkeiten von Patienten, bei denen die Diagnose Trichotillomanie (TTM) gestellt wurde (n=28). Die Gruppe der Trichotillomanie- Patienten wurde zum einen mit psychiatrischen Patienten verschiedenen Alters und Geschlechts verglichen, zum anderen wurde eine gesunde Kontrollgruppe zum Vergleich herangezogen. Gemessen wurden die psychische Belastung, die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl der Patienten. Die Ergebnisse zeigten ernsthaftere und schwerere psychosoziale Beeinträchtigungen bei Trichotillomanie- Patienten, wobei diese Beeinträchtigungen auch abhängig von der Intensität begleitender depressiver Symptome waren. Metaanalysen demonstrierten auch signifikante Zusammenhänge zwischen einigen Merkmale psychosozialer Funktionsfähigkeit und dem Schweregrad des Haareausreißens, die unabhängig von depressiven Symptomen waren. Schließlich zeigte ein Interview über die Auswirkungen des Haareausreißens auf 6 Bereichen des täglichen Lebens (schlechte Stimmung, Produktivität in Arbeit/ Hausarbeit, Körperpflege, Entspannungsaktivitäten, soziale Interaktion und körperliche Gesundheit) typische und deutliche momentane und lebenslange Beeinträchtigungen der Patienten. Diese Ergebnisse betonen wie wichtig es ist, die klinische Versorgung von Trichotillomanie- Patienten zu unterstützen und zu verbessern. Ferner wird betont, dass Richtlinien für Kliniker erstellt werden müssen, die eine effektivere Einschätzung der von Trichotillomanie verursachten Beeinträchtigungen erlauben.

Schlüsselwörter: Trichotillomanie - Haareausreißen - Lebensqualität

Psychosoziale Funktionsfähigkeit wird im Deutschen eher beschrieben als Fähigkeit, in sozialen Beziehungen (Partnerbeziehung, Freundschaften, Bekanntschaften, andere soziale Kontakte) psychischer Ebene kompetent zu sein, d.h. Beziehungen aufbauen, Kontakte knüpfen, kommunizieren, Probleme bewältigen ect.

Die wurde Studie durch die Unterstützung des erstgenannten Autors durch das Hartford Hospital ermöglicht. Die Daten wurden zum nationalen Kongress der Association for Advancement of Behavior Therapy (Gesellschaft für Fortentwicklung der Verhaltenstherapie) im November 2003 in Boston, Massachusetts veröffentlicht.
(Übersetzung: Christian Fischer/Hamburg)
 
 

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