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Verhaltenstherapie
Hallo liebe/r Homepage-Besucher/in!
In der letzten
Zeit taucht hier immer öfter die Frage auf:" Was ist Verhaltenstherapie?
Was erwartet mich dort? " Ich möchte Dir kurz von meinen eigenen Erfahrungen
berichten.
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Teil:
1
Um
es gleich vorweg zunehmen. Wahrscheinlich ,wie Du, glaubte ich jahrelang
meine Macke selbst in den Griff zu bekommen. Große Hoffnung in diese
Therapie hatte ich eigentlich nicht. Ich hatte bisher schon fast
dreißig Jahre mit Tricho gelebt, und glaubte nicht, dass mir hier
irgendein Therapeut weiterhelfen konnte. Denn ich hatte schon verschiedene
Therapien, wie Verhaltenstherapie, Körpertherapie und eine psychosomatische
Kur hinter mir, die letztendlich mir zwar gut taten, aber das Haare
ausreißen war über all die Jahre geblieben. Ich war sehr skeptisch.
Und dennoch sah ich diese Therapie als meine letzte Chance an, um
vielleicht doch noch irgend etwas gegen Trich tun zu können.
Das
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) beschäftigt sich als
erste deutsche Klinik seit 1995 in einer kleinen Studie mit Trichotillomanie.
Fragebögen wurden erarbeitet und an Betroffene aus dem ganzen Bundesgebiet
verschickt.
Prof. Iver Hand, einer der renommiertesten Experten für Zwangsstörungen
und Verhaltenstherapie, und Frau Dipl. Psych. Dr. Annett Neudecker
informierten 1997 die Öffentlichkeit über die Erkrankung und suchten
Patienten, die bereit waren an der Studie teilzunehmen und sich
auf zwei unterschiedliche Therapie Methoden einzulassen.
Die eine Methode war die pharmakologische Therapie mit Serotonin
Wideraufnahmehemmern (SSRI), die den aus dem Gleichgewicht geratenen
Serotoninstoffwechsel wieder regulieren sollten und die bei anderen
Zwangsstörungen schon gute Erfolge gezeigt hatten.
Die andere Methode war die Verhaltenstherapie ! Die Verhaltenstherapie
beachtet u a. sehr das Hier und Jetzt des Patienten, mit Methoden
der Reaktionsverminderung und Selbstwahrnehmung. Ich entschied mich
erst für die medikamentöse Therapie. Zwar traten zu Beginn der Therapie,
einige Nebenwirkungen auf, wie Schlafstörungen, Haut jucken und
Gewichtszuname, die aber nach 1-2 Wochen zurückgingen. Die Wirkung
auf das Haare ausreißen war für mich überwältigend. Der Drang danach
hörte ganz auf. Nach zwei Jahren Tabletteneinnahme glaubte ich,
es auch ohne Tabletten zu schaffen.
Aber das Symptom kam leider sofort wieder zurück. Nach eingehenden
Gesprächen mit Frau Neudecker, entschied ich mich eine Verhaltenstherapie
zu machen. Für Trichotillomanie hatte man die multimodale Verhaltenstherapie
gewählt, weil sie mehre Bereiche, wie Wahrnehmungstraining, aufarbeiten
der Familiensituation, Konfliktbearbeitung in Berufs und Privatleben,
Entspannungstechniken und die Technik " die Umkehr einer Angewohnheit
", das sogenannte Habit reversal.
Im
Juli 2000 begann ich mit der Verhaltenstherapie in der VT-Ambulanz
der Uniklinik. Zu Beginn trafen meine Therapeutin und ich uns 1
mal die Woche für 50 Minuten. Nach ca. einem halben Jahr wurden
die Abstände zwischen den Sitzungen größer. Wir trafen uns 14 tägig,
später je nach Bedarf. Nach einem Jahr beendete ich die Therapie
nach ca. 50 Stunden, weil ich die Ziele die ich mir gesteckt hatte,
erreicht hatte. Nach 2, 6 und 12 Monaten gab es noch mal einen Nachsorgetermin.
Hier besprachen wir, ob ich mit dem Erlernten immer noch gut zurecht
kam und wie es mir, beziehungsweise meinem "Symptom" ging. Während
der Therapie wurde auch mein Freund (ohne mich) zu einem Angehörigengespräch
eingeladen.
Wie sah nun meine Therapie aus:
Der erste Block meiner ambulanten VT. bestand aus Selbstbeobachtungs- und Aufmerksamkeitstraining- In einem Beobachtungsbogen trug ich
ein, wann ich reiße, wie oft, wie ich mich dabei fühle, und was
ich statt dessen hätte tun können. Zusätzlich trug ich meine Beobachtungen
in ein kleines Notizbuch ein, und besprach sie in der nächsten Sitzung
mit meiner Therapeutin. Danach war das Anschauen und Wahrnehmen
meiner Gefühle der Schwerpunkt. Welche traute ich mich zu zeigen,
welche nicht. Darüber kamen wir im Gespräch auf meine Kindheit,
wie hatte ich meine Familie erlebt, wie ging die Familie und ich
als Kind mit Gefühlen um, usw. Erst nach dieser Aufarbeitung wurde
ich gebeten, zu überlegen, was mich heute immer zum reißen brachte
und, was ich deshalb an meiner Lebenssituation ändern wollte und
sollte.
| Drei
Bereiche waren mir wichtig: |
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1.
Meine Gefühle wieder wahrnehmen lernen! |
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2.
Meine hohen Erwartungen an mich und an Andere auf ein normal
Maß reduzieren. |
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3.
Meine Symptomatik auf 50% reduzieren. |
Die Methode:
Bei alltäglichen Dingen sollte ich auf meine
Gefühle und Bedürfnisse achten und ,wenn nötig, sie auch versuchen
auszuleben. Zum Beispiel bei Auseinandersetzungen auf meine Gefühle
zu achten, sie anzusprechen, und nicht wie bisher, zurückzuhalten,
aus Angst mein Gegenüber zu verunsichern oder zu verletzten. Es
ging aber auch darum, Aufgaben zu erledigen, die mir extrem unangenehm
waren, ( z.B. Hausarbeit) sofort zu erledigen und nicht länger aufzuschieben.
Dabei spürte ich Unbehagen und Unlust. Aber ich lernte auch, dass
die Anspannung gar nicht erst groß wurde, sobald ich an die unangenehme
Sache ran ging. Und wie war das mit den Erwartungen? Hier entwickelte
ich eine mir vertraute Methode, die mir schon bei meiner Tätigkeit
als Kindergartenleiterin sehr geholfen hatte.
Jeden Abend schrieb ich auf ein DinA5 Block zwei Aufgaben , die
ich am nächsten Vormittag erledigen wollte. Beispiel:
Montag: Abwaschen, Brief an Robert schreiben, Wäsche sortieren Beim
Frühstück wusste ich also schon, wie es gleich weitergehen würde,
sonst hatte ich immer dann gerissen, weil ich nicht wusste, womit
ich anfangen sollte. Immer wenn ich eine Aufgabe erledigt hatte,
harkte ich mit einem dicken roten Stift diese auf meinem Block ab.
So gegen Mittag war alles erledigt und ich ging zu meinem Mittagstisch
außer Haus. Danach gab es die nächste Übung , die mir meine Therapeutin
empfahl. Ich sollte mich ruhig, auf mein Sofa setzen, oder legen
(Radio ausstellen, Telefon klingeln lassen) ruhig durchatmen , Gedanken
kommen und gehen lassen und dabei nicht Reißen!
Also ich sollte mich bewußt wahrnehmen und entspannen ! Diese Entspannung
sollte ich erst mal 5 Minuten durchhalten und später steigern. Danach
durfte und sollte ich mich mit schönen Tätigkeiten (lesen, Musik
hören, Freunde treffen ) belohnen. Denn schließlich hatte ich ja
am Vormittag einiges geleistet.
Bevor ich abends ins Bett ging sollte ich dann noch kurz inne halten
und auf meinem Block notieren, wie zufrieden ich mit mir heute war.
Ich habe das ZUFRIEDENSHEITSFAKTOR (ZHF) genannt. Die Skala lag
zwischen 0-8 ZHF. Null bedeutete ganz unzufrieden und acht sehr
zufrieden.
Ein dreiviertel Jahr arbeitete ich nach dieser Methode . Ich wurde
immer STOLZER auf mich, weil ich auch unangenehme Dinge erledigen
konnte, ohne mir statt dessen die Haare auszureißen. Mein ZHF lag
immer zwischen 5-7. Mit der Methode, nur zwei Dinge am Vormittag
zu erledigen, kam ich immer besser zurecht. Dadurch schraubte ich
die Erwartungen an mich zurück, war zufriedener mit mir und das
Haare ausreißen reduzierte sich von ganz allein.
An
meiner Schilderung der Therapie hast Du wahrscheinlich festgestellt,
dass es bei mir nicht vordergründig um das Symptom ging. Vielmehr
spielten meine heutige Auslöser eine wichtigere Rolle. In welchen
Situationen reiße ich und warum? Das UKE nennt diese Methode" am
Symptom vorbei". Was muss ich an meinen Verhalten aber auch an meiner
Einstellung ändern, um nicht mehr in das alte Verhaltensmuster,
Haare ausreißen, zurückzufallen.
Wichtig ist jedoch, das ich nicht erwarten darf, dass ich nach Beendigung
der Therapie geheilt bin und mich von nun an nicht mehr mit mir
auseinander setzten muss. Das Handwerkszeug , aus der Therapie,
sollte ich stets griffbereit halten, und bei Bedarf wieder benutzen.
Das heißt sich jeden Tag neu zu entscheiden, gut auf mich zu achten
und meine Haare möglichst in Ruhe zu lassen.
Es gibt Zeiten, da fällt es mir schwerer mit Tricho klarzukommen,
aber dann hole ich halt den Block oder das Notizbuch aus der Ecke
und frage mich: "Was ist los? Was brauche ich jetzt für mich, damit
es mir besser geht." Das Aufschreiben hilft mir, meine Gedanken
bewusst werden zu lassen und dann nach Lösungen zu suchen.
Bis
heute kann ich diesen Zustand halten. Es ist sogar eine 80% Besserung,
statt der erwartete um 50%, eingetreten.
Zwar brauche ich heute den Block und den Rotstift immer seltener,
aber ich versuche täglich mich an meine Methode zu halten. Wenn
ich nachlässig werden sollte, weiß ich welches "Handwerkszeug ich
aus meinem Koffer" holen muss. Ich habe gelernt, nein zu sagen,
meine Bedürfnisse wahrzunehmen , Gefühle zu zulassen und mich nicht
mehr zu verurteilen, wenn doch noch mal das eine oder andere Härchen
dran glauben muss.
Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und lebe heute gut auch
mit Tricho! Früher beherrschte mich Tricho! Heute beherrsche ich
Tricho!
Fazit:
Je eher Du Dich in eine Therapie begibst, um
so eher kannst Du erfahren, wie schön und sinnvoll das Leben wieder
sein kann. Eine Verhaltenstherapie kann Dir verschiedene Wege aufzeigen
wie Du heute besser mit Dir und Deinem Leben zurechtkommen kannst,
so dass Tricho immer mehr in den Hintergrund rutscht und vielleicht
irgendwann ganz verschwindet. Aber auch wenn es mal wieder kleine
Rückfälle/Ausrutscher in Deinem Leben geben kann, wirst Du in der
Therapie auch lernen, wie Du in Zukunft damit umgehen kannst. Auch
bei mir kommt das immer mal wieder vor, aber daran erkenne ich,
dass ich mich überfordert habe oder nicht behutsam genug mit mir
umgegangen bin. Ich habe mir angewöhnt, nur noch den heutigen Tag
zu genießen und zu versuchen heute dem Reißen keine Chance zu geben.
Wie es morgen sein wird, kann ich morgen entscheiden und erleben!
Sollte allerdings bei Dir so viel im Verborgenen liegen, was Du
nicht mehr erinnern kannst, z.B. ein traumatisches Erlebnis, dass
vielleicht zu Deiner Erkrankung geführt hat, dann solltest Du eventuell
mit einer Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie beginnen.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, es wird Dir und Deiner Lebenssituation
gut tun. Es ist nicht verwerflich sich Hilfe und Unterstützung zu
suchen. Bei alle dem wünsche ich Dir viel Erfolg, Kraft und Zuversicht.
Deine
Antonia Hamburg im Februar 2007
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Teil
2
Das
wichtigste gleich zu Beginn: Du allein entscheidest, ob Du so mit
Trich weiterleben kannst oder willst. Es gibt viele Betroffene,
die keine Therapie brauchen, weil sie mit ihrer Erkrankung gut leben
können und keine Veränderung ihres Verhaltens wünschen.
Wenn Du aber für Dich beschließt:" Jetzt ist Schluss! Ich möchte
etwas verändern und hole mir Hilfe," dann möchte ich Dir jetzt Wege
aufzeigen, die Dir helfen können, eine Therapie zu beginnen.
Wie
finde ich den richtigen Therapeuten
Wo und wie finde ich den richtigen Therapeuten für mich? |
- Hier
auf der Homepage von Eva (www.Trichotillomanie.de) findest
Du unter Therapeuten und Kliniken Experten, die schon Trichotillomanie
-Patienten behandelt haben.
- Die
Infostelle Trichotillomanie ( Tel: 040 200 61 39 Mail: TrichoHH@t-online.de
) kann Dir weitere Verhaltenstherapeuten aus der aktuellen
Therapeutenliste der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen
nennen, die sich mit Zwangsstörungen auskennen. Diese Adressen
kann ich nur telefonisch weitergegeben!
- Deine
Krankenkasse schickt Dir auf Anfrage gerne eine Liste mit
niedergelassenen Verhaltenstherapeuten aus Deiner Region
zu. *Im örtlichen Telefonbuch findest Du weitere Adressen
von Therapeuten
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Muss der Therapeut sich mit Trichotillomanie
auskennen? |
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Nein!
Er sollte sich aber mit Zwangsstörungen auskennen und entweder
Verhaltenstherapeut oder tiefen psychologischer Psychotherapeut
sein, je nach dem für welche Therapieform Du Dich entscheidest.
Gemeinsam mit Dir sollte der Therapeut Dir helfen, Deine Auslöser
für Tricho zu erkennen und dann zu lernen, in diesen Situationen
anders als bisher, (durch Haare ausreißen) damit umzugehen.
*Es ist auf jeden Fall ratsam, dass Du den Therapeuten auf
die Homepage hinweist, oder ihm das Infomaterial, was Dir
die Infostelle zuschicken kann, mitbringst und zeigst.
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Wer zahlt die Kosten einer Therapie? |
-
Verhaltenstherapie, tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie
und Gesprächstherapie und stationäre Therapie werden zur
Zeit noch von den Krankenkassen bezahlt. Bei Trichotillomanie
hat es sich gezeigt, dass die Verhaltenstherapie die wirksamsten
Methoden aufweist, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.
- Wenn
der Therapeut eine Kassenzulassung hat, übernimmt in der
Regel die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Deine
Therapie.
- Solltest
Du allerdings vor Ablauf von 3 Jahren nach der letzten Therapie,
eine neue Therapie beginnen, kann es sein, dass die Kasse
die Kosten noch nicht übernimmt. Bitte erkundige Dich bei
Deiner Krankenkasse nach den geltenden Bedingungen.
- Seit
dem ersten Januar 04 muss Du bei Deinem Therapeuten 10 €
pro Quartal selbst zahlen.
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Stationäre Therapie (Klinikaufenthalt):
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-
Wenn an Deinem Wohnort, oder in unmittelbarer Nähe sich
kein Verhaltenstherapeut befindet, der dich behandeln kann,
ist es möglich sich in einer Psychosomatischen Klinik behandeln
zu lassen. Entsprechende Kliniken findest Du hier unter
Therapeuten und Kliniken auf dieser Seite.
-
Es kann auch sein, dass außer Trichotillomanie noch weitere
Erkrankungen wie schwere Depressionen, Zwänge, Essstörungen,
soziale Ängste und ähnliches bei Dir vorliegen. In diesem
Fall ist es ratsam, in eine Klinik zu gehen, um in Ruhe
und Gelassenheit Schritt für Schritt diese Probleme anzuschauen
und zu verändern. In einer Klinik kümmert man sich nicht
nur um Deine Psyche, sondern mit der Sport, Körper, Ergo,
Kunst und Gestaltungstherapie lernst Du weitere Methoden
kennen, die Dir helfen können Tricho zu überwinden.
- Infomaterial
schicken Dir die Kliniken gerne auf Anfrage zu!
- Ein
stationärer Aufenthalt dauert in der Regel zwischen 8 Wochen
und drei Monaten. Bevor Du die Therapie in einer Klinik
beginnst, wirst Du zu einem Vorgespräch in die Klinik eingeladen.
So hast Du dann auch die Möglichkeit, Dir alles anzuschauen
und wichtige Fragen mit den Mitarbeitern zu klären.
- Ganz
wichtig ist es, dass Du nach dem stationären Aufenthalt
am Wohnort ambulant bei einem Verhaltenstherapeut weiter
behandelt wirst. Denn in einer Klinik bist Du in einem geschützten
Raum, hast jederzeit die Möglichkeit, Dich mit Anderen zu
treffen und auszutauschen. Zu Hause kommst Du wieder in
Deinen Alltag zurück, der es Dir häufig schwer macht, die
gelernten neuen Strategien und Verhaltensweisen aus der
Klinik umzusetzen und an zu wenden. Also bei den ersten
Schritten Zuhause, kann Dich ein Therapeut dabei unterstützen.
Und da die Wartezeiten bei Therapeuten sehr lang sein können,
ist es ratsam, schon vor Beginn des Klinikaufenthaltes,
Dir einen Therapeuten zu suchen!
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Medikamentöse Therapie: |
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Zur
Unterstützung und Erleichterung der Therapie werden auch Medikamente
eingesetzt. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig
und sind sogenannte selektive Serontonin Wideraufnahmehemmer
(SSRI). Sie beeinflussen den Gehirnstoffwechsel, insbesondere
den Botenstoff Serotonin. Diese Medikamente können Dir helfen
gestärkter und bewußter die Verhaltenstherapie durchzustehen.
Das Medikament ist verschreibungspflichtig wird auch verordnet,
wenn außer Trichotillomanie noch weitere Störungen, wie Depressionen,
Ängste oder weitere Zwänge bei Dir vorliegen. Bitte frage
Deinen Hausarzt, Neurologen oder Psychotherapeuten genau nach
der Wirkungsweise, und die Dauer der Einname. Wenn bei Dir
die obengenannten Störungen nicht vorliegen, kannst Du die
Therapie auch ganz ohne Medikamente machen.
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Ambulante Gruppentherapie: |
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Im
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) wird von Zeit
zu Zeit eine Gruppentherapie für Trichotillomanie angeboten.
Die Treffen finden an sechs Malen für 2 Stunden statt und
dienen dazu, sich einmal über die Erkrankung zu informieren,
aber auch Bewältigungsstrategien kennen zu lernen um mit Tricho
besser umgehen zu können (habit reversal nach Bear). Die Gruppengröße
hängt von der Nachfrage der Betroffen ab. Meistens besteht
die Gruppe aus 6-10 Teilnehmern. Sie wird von zwei Psychologinnen
geleitet. Die Kosten hierfür, übernimmt ebenfalls die Krankenkasse.
Ob es so ein Angebot auch an anderen Universitätskliniken
und Klinken gibt, weiß ich nicht. Wenn eine Klinik aber über
eine Verhaltenstherapieambulanz verfügt, solltest Du Dich
dort direkt zu erkundigen!
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Warten auf einen Termin!
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- Bis
Du einen Termin bei einem niedergelassenen Therapeuten oder
einen Termin in einer Klinik bekommst, können schon mal
ein paar Wochen vergehen! Das liegt u. a. auch daran, dass
es immer noch zu wenige Verhaltenstherapeuten für Zwangsstörungen
gibt, aber der Bedarf bei den Patienten stetig steigt.
- Es
kann 6 Wochen, oder auch 2 Monate dauern, bis Du zu einem
Erstgespräch zu einem Therapeuten eingeladen wirst. Ich
weiß dass diese Situation für Dich ganz schwierig auszuhalten
ist, weil Du jetzt am liebsten sofort mit einer Therapie
beginnen möchtest.
- Du
hast immer noch die Möglichkeit, noch Termine bei weiteren
Therapeuten zu machen, und gehst dann zu dem, der Dir den
schnellst möglichen Termin anbieten kann. Wichtig bei dem
ersten Gespräch ist jedoch, dass Dir der Therapeut sympathisch
ist und Du Dich verstanden und gut aufgehoben fühlst. Der
Therapeut seinerseits wird auch bei sich überprüfen, ob
er mit "Dir kann" ob Du ihm sympathisch bist und er sich
vorstellen kann mit Dir zu arbeiten. Sollte das Erstgespräch
zeigen, dass Du oder der Therapeut nicht miteinander zurecht
kommt, sei nicht allzu enttäuscht darüber. Es ist besser,
beide Seiten gehen ehrlich und vertrauensvoll mit einander
um, als wenn Du voller Hoffnung und Zuversicht eine Therapie
beginnst, und nach mehreren Wochen und Monaten spürst, dass
die Therapie dich nicht weiterbringt.
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Wenn die Krankenkasse Probleme macht: |
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Die
Krankenkassen haben in der Regel noch wenig bisnie etwas von
Trichotillomanie gehört. Daher rate ich Dir Deine Kasse mit
dem Infomaterial und diese Homepage aufzuklären und über Trichotillomanie
zu informieren. Die Kassen sind leider angehalten, die kosten
günstigste Lösung für Deine Therapie zu finden. Das kann z.
B. bedeuten, dass sie eine stationäre Therapie in einer der
"speziellen Kliniken, die auch Tricho behandeln, ablehnt.
Denn in Deiner Umgebung gibt es ebenfalls eine Klinik, die
näher dran ist und somit Kosten eingespart werden. Oder die
Kasse glaubt, dass eine ambulante Therapie ausreichend sein
kann. Dann musst Du mit Hilfe Deines Hausarztes, Neurologen
oder Therapeuten, der Kasse klar machen, dass es derzeit nur
diese Kliniken oder Therapeuten gibt, die sich mit Tricho
auskennen. Was nützt es Dir, wenn Du eine Behandlung/Therapie
machst, die Dich nicht weiterbringt. Das kann bedeuten, dass
Du in drei vier Jahren erneut eine Therapie beginnen musst,
die dann noch kostenintensiver ist als jetzt. Deine Krankenkasse
muss begreifen, welche Therapie und Behandlung bei Trichotillomanie
am erfolgreichsten ist. Also hohl Dir Unterstützung bei Deinem
Arzt. Er wird wissen, welchen Weg Du einschlagen musst, um
die richtige Therapie zu bekommen.
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Wenn das Haare ausreißen sich verschlimmert:
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Das
Haare ausreißen war für jeden von uns, eine Methode mit negativen
Gefühlen, Überforderung, oder Einsamkeit Jahrelang umzugehen.
In der Therapie wirst Du nun ermutigt, Dir diese Gefühle und
Situationen anzuschauen, zu durchleben und aus und anzusprechen.
Das macht Angst und verunsichert. Das kann dann gerade am
Beginn der Therapie dazu führen, dass sich Dein Haare ausreißen
verschlimmert. Wenn dies auftritt, solltest Du unbedingt mit
dem Therapeuten darüber sprechen. Gemeinsam könnt ihr daran
arbeiten, warum dieses Verhalten jetzt auftritt und was jetzt
für Dich zu tun ist. Im Laufe der Therapie wirst Du aber erleben,
dass sich das Haare ausreißen verändert und Du es nicht mehr
so häufig brauchst, um Dein Leben mit allen Höhen und Tiefen
leben zu können.
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Wie lange dauert eine Therapie?:
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Eine
ambulante Therapie dauert in der Regel 30-50 Stunden. Dafür
musst Du ca. 1- 1 ½ Jahr einmal oder zweimal pro Woche zur
Therapie gehen. Eine Therapiestunde dauert 50 Minuten.
Eine stationäre Therapie kann zwischen 6 und 12 Wochen dauern.
Diese Therapiedauer wird auch meistens von den Krankenkassen
bezahlt. Wie lange Deine Therapie dauert, hängt auch ganz
von Deiner persönlichen Situation ab.
Bei Bedarf wird Dein Therapeut durch ein Gutachten Verlängerung
beantragen. Bitte sprich immer zuerst Deinen Therapeuten darauf
an, der wird Dir dann das weitere Vorgehen erläutern!
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Nach
der Therapie heißt es: üben, üben, üben!
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Wenn
Deine Therapie nun beendet ist, kannst Du Dich nicht auf die
"faule Haut" legen und glauben, dass Tricho nun gegangen ist
und kein Thema für Dich sein wird. Gerade in Deinem Alltag
wird sich zeigen, wie gut Du das Gelernte integrieren kannst.
Situationen, Auslöser, die Dich immer wieder zum Reißen veranlasst
haben, wird es immer wieder geben. Du weißt sie nur jetzt
anderes einzuschätzen und kannst Dein Handeln danach ausrichten.
Du kannst für Dich immer wieder neu entscheiden:" Ist dieser
Ärger mit meinem Chef oder Partner es wert, dass ich mir die
Haare aus reißen muss? Ist es nicht sinnvoller, ihm oder ihr
diesen Ärger mitzuteilen?" Du Lernst dadurch, Dich von dem
Haare ausreißen zu distanzieren und immer mehr zu Deinen Gefühlen
und Bedürfnissen zu stehen.
Je öfter Du Dein neues Verhalten übst und dass Haare ausreißen
lässt, um so stärker und sicherer wirst Du und die Symptomatik
geht deutlich zurück. Aber es braucht alles seine Zeit! Gib
Dir genug Zeit zum üben und erproben! Dein neues Verhalten
muss Dir in Fleisch und Blut übergehen, wie das Zähne putzen!
Bis Du richtig schreiben und lesen konntest, hat es auch seine
Zeit gebraucht. Und immer wieder musstest Du üben, üben, üben!
Erinnerst Du Dich noch daran? Aus eigner Erfahrung kann ich
Dir sagen, dass es mir hilft, wenn ich von Zeit immer noch
mal in meinem Therapietagebuch nachlese und die dort beschrieben
Strategien täglich in meinen Tagesablauf einbaue:
Ich nehme mir nicht mehr als zwei Vorhaben für den Tag vor!
Ich sorge hinterher für ausreichende Entspannung und Ruhe!
Ich belohne mich später mit "netten" Sachen für mein Durchhalten
und Tun! Vielleicht hilft es Dir auch am Ende des Tages, kurz
aufzuschreiben, wie es für Dich war, und was Du alles schon
geschafft hast! Dadurch wird Dir Dein Leben, Dein Alltag bewusster.
Vielleicht hast Du aber auch noch andere Ideen, um auf Dich
zu achten. Nimm Dir Zeit, und lass Deine Gedanken fließen
und kommen! Ich wünsche Dir viel Kraft, Ausdauer und Freude
um Deinen eigenen Weg zu Dir und Deinem Leben zu finden!
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Keine Angst vor Rückfällen: |
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Kein
Mensch ist perfekt. Das wäre furchtbar und langweilig. Auch
mir passiert es heute immer mal wieder, dass ich das eine
oder andere Haar ausreiße. Dann weiß ich, dass ich nicht gut
auf mich aufgepasst habe und sorgsamer mit mir umgehen muss.
In solchen Situationen ärgere ich mich zwar über mich, frage
mich aber, was denn los war!
Das heißt, ich schärfe mein Bewusstsein für mich und die Situation.
Ich habe aber festgestellt, dass die heutigen "Ausrutscher"
lange nicht so schlimm und ausufernd sind, wie noch vor der
Therapie.
Mir hilft es auch, mich jeden Tag und nur für diesen Tag,
zu entscheiden, ob ich heute reißen will oder nicht. Wochenlange
Vorhaben, wie:" Ich will jetzt die nächsten 3 Wochen nicht
reißen", überfordern mich nur.
Ein Ausrutscher kann Dir deutlich machen, woran Du noch verstärkt
arbeiten musst und Dich außerdem anspornen es weiter zu versuchen
und besser auf Dich zu achten.
Wenn Du eine reiß freie Zeit hattest, und seien es auch nur
zwei Tage, freue Dich darüber und sei stolz auf Dich! Du kannst
es immer wieder von neuem schaffen.
Es kann auch hilfreich sein, mit Anderen darüber zusprechen.
In einem Gespräch klärt sich vieles, es ist entlastend und
wohltuend. Vielleicht hast Du einen guten Freund/in, Familienangehörige
mit den Du sprechen kannst. Du kannst aber auch eine Tricho
- Selbsthilfegruppe besuchen, Dich im Internet/Forum austauschen
oder kannst mich auch anrufen. Ich höre Dir gerne zu. Wir
können gemeinsam überlegen, was Du jetzt tun kannst.
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Gibt es Hoffnung auf Heilung: |
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Das
Wort Heilung ist ein dehnbarer Begriff. Für den Einen bedeutet
Heilung schon, wenn das Symptom deutlich zurückgegangen ist,
für den Anderen bedeutet Heilung, dass er ganz vom Haare ausreißen
loskommt.
Klar ist auf jeden Fall, je kürzer ich von Trichotillomanie
betroffen bin und je eher ich mit einer Therapie beginne,
desto höher sind die Chancen auf Besserung oder gar auf Heilung.
Ein leitender Psychologe einer Klinik erklärte mir das Wort
Heilung einmal so: "Wenn ich mir das Bein breche, werde ich
chirurgisch und orthopädisch versorgt und kann danach wieder
laufen. Ich bin wieder gesund. Wenn ich mir fünf Jahre später
erneut das Bein breche, wird man mich wieder behandeln und
versorgen. Das bedeutet also nicht, dass ich jetzt mein Leben
lang krank bin!" Das heißt für mich, wenn ich zwischen zwei
Reißphasen nicht reiße, bin ich für diesen Moment geheilt
und gesund. Sollte es dann wieder zu Ausrutschern kommen,
kann ich mir entweder selbst helfen, oder mir Hilfe durch
einen Fachmann holen.
Ich selbst habe erfahren, dass es auch nach über dreißigjähriger
Reißkarrie durch eine Therapie eine deutliche Besserung um
80% und sehr viel mehr und längere reiß freie Phasen gibt.
Persönlich glaube ich, dass wir zukünftig immer sehr sorgsam
und aufmerksam mit uns umgehen müssen, um möglichst lange
Gesund zu bleiben.
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Ein Wort an Dich und Deine Angehörigen!
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Vielleicht
lebst Du noch bei Deinen Eltern, oder in einer Partnerschaft
mit oder ohne Kinder.
Wenn Du Deinem Angehörigen/Partner bisher verschwiegen hast,
dass Du an Trichotillomanie leidest, überlege Dir, wann und
wie Du mit ihm darüber sprechen möchtest. Dein Partner hat
bestimmt schon an Deinem Verhalten gespürt, dass Dich etwas
bedrückt. Vielleicht hast Du Dich im Laufe der Zeit immer
mehr zurück gezogen, bist stiller geworden und lässt körperliche
Nähe nicht mehr, oder nur noch selten, zu.
Dein Partner versteht nicht warum, fühlt sich verletzt und
abgelehnt. Und er macht sich Sorgen um Dich, um Eure Beziehung
und Euer Zusammenleben. Wenn Du nicht weißt, wie Du ein Gespräch
beginnen solltest, schau Dir zusammen mit Deinem Angehörigen/Partner
das Infomaterial oder diese Homepage an. Deine Eltern, oder
Dein Partner wird genauso wie Du erleichtert sein, wenn er
endlich weiß was mit Dir los ist, und warum er Dich häufig
nicht verstehen konnte. Nehmt Euch ausgiebig Zeit, Euch zum
einen umfassend zu Trichotillomanie zu informieren, und über
Deine Gefühle, Gedanken und Symptome zu sprechen. Meistens
wird Dein Partner bemüht sein, Dir so schnell wie möglich
Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Aber hierbei gilt:
Solange Du nicht selbst bereit bist, etwas zu verändern und
fachliche Hilfe anzunehmen, solange kann Dich auch niemand
dazu zwingen. Du alleine entscheidest, wann für Dich der richtige
Zweitpunkt ist.
Vielleicht ist es auch Dein Partner oder Deine Eltern gewesen,
die auf diese Seite gestoßen sind, einen Bericht im Fernsehen
gesehen haben, oder die Infostelle um Material gebeten haben,
dann sei dankbar für ihre Unterstützung und Iniative. Sie
Alle wollen nur das Beste für Dich und Dein weiteres Leben.
Wenn Dein Partner, oder Deine Eltern aber nicht weiterkommen,
oder die Belastung zu groß wird, können sie sich jeder Zeit
an eine Beratungsstelle oder Psychologen wenden, der ihnen
Wege aufzeigt, wie man sich Dir gegenüber verhalten soll oder
helfen kann.
Auch wenn Du in Therapie bist, ist es ratsam, wenn Dein Partner/Eltern
um ein Gespräch bei Deinem Therapeuten bittet. Hier wird nicht
über Dich geredet, sondern dein Partner erfährt, wie er Dich
in der Therapie unterstützen kann. Denn auch er wird vielen
Situationen hilflos gegenüber stehen, wenn Du Vergangenes
aufarbeitest, oder ein neues Verhalten übst und lernst, wird
auch automatisch eure Beziehung davon betroffen sein. Und
dein Partner will und muss verstehen, was da mit Dir passiert.
Sei glücklich und dankbar, dass Du Menschen um Dich hast,
die zu Dir halten und Dir beistehen wollen. Dieses Glück hat
leider nicht jeder. Ich wünsche Dir und Deinen Angehörigen,
viel Kraft, Gelassenheit, Vertrauen und viel Liebe um diese
Zeit gemeinsam durchzustehen!
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Herzlichen Glückwunsch:
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Jetzt
hast Du bis hier hin alles erfahren, was mir zu Trichotillomanie
und deren Therapie einfällt.
Wenn Du darüber hinaus noch Fragen hast, oder mir auch von
Deinen Erfahrungen erzählen möchtest, bin ich gern als Gesprächspartner
für Dich da. Auch freue ich mich sehr darüber, wenn Du erzählst,
wenn Tricho deutlich besser geworden, oder gar eine Heilung
eingetreten ist. So erfahre ich dann auch, welche Therapie
und welcher Therapeut Dir geholfen hat. Diese Erfahrungen
und Adressen können dann wieder anderen Betroffenen weiterhelfen.
Dein
Therapeut kann auch einen Fragebogen
ausfüllen, wenn Du ihn empfehlen kannst und er bereit ist
noch weitere Patienten mit Trichotillomanie zu behandeln.
Einen
Fragebogen kannst Du bei mir anfordern, oder Dir von dieser
Homepage downloaden. Ruf mich einfach mal an.
Meine Telefonnummer lautet: 040 200 61 39.
Am besten erreichst Du mich in der Zeit von:
Mo. -Mi. 10-12 Uhr und Mo. Abends 18-22 Uhr.
Ich
danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und wünsche Dir für die
Zukunft ein tolles und schönes Leben, in dem Tricho keinen
Platz mehr hat. Pass gut auf Dich auf!
Deine
Antonia Peters, Hamburg Februar 2007
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